Pressespiegel SAX FOR FUN

Menschen mit einer besonderen Beziehung zum Zoo-Verein
Wir unterstützen den Wuppertaler Zoo genauso wie einige andere Zoologische Gärten mit unseren Benefizkonzerten ....
Interview mit Thomas Voigt zum 60-jährigen Bestehen des Zoo-Vereins Wuppertal im Pinguinal 17/2-2015

Sax for Fun: Wunschkonzert in der Immanuelskirche
Zweieinhalb Stunden lang spielten die Saxofonisten bekannte Melodien: Zum Beispiel von Queen, Joe Cocker und Simon & Garfunkel.
... berichtet die WZ am 9. September 2015


    Foto: Anna Schwartz

Im Opernhaus geht die Post richtig rockig ab
"Sax for Fun" und "Flieger" reißen das Publikum im zweifach ausverkauften Opernhaus mit.
... berichtet die WZ am 3. Juni 2015

Musik Meilenstein für Wuppertal
Das hat es europaweit noch nicht gegeben ...
... berichtet die Wuppertaler Rundschau am 13. Mai 2015

Saxy Sounds mit klassischen Wurzeln
Saxophonische Weihnachten in der Immanuelskirche
Auf dem Programm steht nicht nur der erste Satz von Tschaikowskys 1.Klavierkonzert b-Moll sondern auch Prokofjews Peter und der Wolf ...
... berichtet die Wuppertaler Rundschau am 19. November 2014

Auswärtsspiel für SAX FOR FUN Quartett in Jekaterinburg
Eingeladen hatte das Deutsche Generalkonsulat. Die vier Musiker unter der Leitung von Thomas Voigt spielten auf dem deutschen Weihnachtsmarkt, einer Traditionsveranstaltung in Jekaterinburg.
... berichtet die WZ am 2. Januar 2014

Sax for fun feiern ihren 20ten Geburtstag
Zum Jubiläumskonzert präsentierte sich das Saxophonorchester in neuer Aufstellung.
... berichtet die WZ am 3. Dezember 2013


    Foto: Mathias Kehren

Musicals in der Saxophon-Version
Von „Moulin Rouge“ über „Cats“ bis „Les Misérables“: Am Samstag war in der Immanuelskirche Langeweile ein Fremdwort. Zum Thema „Musicals und Shows“ stellte das Saxophonorchester Sax For Fun bei seinem Jahreskonzert ein abwechslungsreiches Programm auf die Bühne.
... berichtet die WZ am 13. Juli 2013


    Foto: Gerhard Bartsch

Starke Töne für den Artenschutz
Benefizkonzert in der Abtei Romersdorf
... berichtet das Kleeblatt am 3. Juli 2013

Musikalischer Streifzug durchs Kino
... Mit der Performance von „The Feather Song“ aus dem Film „Forrest Gump“ ist wohl bewiesen, dass ein so großes Blasorchester auch zärtlich spielen kann.
... berichtet die Westfälische Rundschau am 21. Januar 2013


    Foto: Bastian Haumann

Zu viel Schnee zur Premiere
An ihrem Stand stellen Sax for fun ihre neue CD vor, wollen aber auch über ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen informieren ...
... berichtet die WZ am 11. Dezember 2012

90 Saxophone zum Advent
Bekannt für Weihnachtsklänge mit jazzigem Einschlag: Das Wuppertaler Saxophonorchester
... berichtet die WZ am 4. Dezember 2012


    Foto: Uwe Schinkel

Musik für Uhu, Antilope und Schildkröte
Das Wuppertaler Saxophon Orchester spielte groß auf und zeigte sein ganzes Repertoire von klassichen Melodien Jazz und Swing. Höhepunkt des Konzertes war die eigens von Thomas Voigt arrangierte Fassung des "Karnevals der Tiere" von Camille de Saint-Saens mit der Textfassung von Loriot ...
... berichtet die Wuppertaler Rundschau am 9. Oktober 2012


    Foto: Wuppertaler Rundschau

Sax for Fun: Sommerkonzert in der Immanuelskirche
Musik aus neuen und alten Hollywood-Klassikern präsentiert das Ensemble Sax for Fun, das größte Saxophon-Orchester Deutschlands, ...
... berichtet die WZ am 25.Juni 2012


    Foto: Andreas Fischer

Eine mitreißende Klangvielfalt
... Bereits zum dritten Mal konnte der Lions Club das Orchester „Sax for Fun“ aus Wuppertal mit dem dazugehörigen Kinderorchester „Concertino” als Hauptattraktion für das alljährliche Benefizkonzert gewinnen.
... berichtet DerWesten am 23. Januar 2012


    Foto: Christina Makarona

Wenn Elefanten fröhlich Saxophon spielen
... berichtet die WZ am 5. Juli 2011


    Foto: Gerhard Bartsch

Fast 2700 Euro für die Opfer in Japan
Benefizkonzert von SAX FOR FUN war ein voller Erfolg.
... berichtet die Westfälische Rundschau am 15. April 2011


    Foto: Westfälische Rundschau

Glänzende Musiker und Instrumente ...
Die Aula West war am Samstag beim Neujahrskonzert des Lions Clubs EN sehr gut gefüllt. Das Wuppertaler Saxophon-Orchester „Sax For Fun“ begeisterte
... berichtet die Westfälische Rundschau am 31. Januar 2011


    Foto: Westfälische Rundschau

Der Riese mit den tiefen Tönen
Das Orchester SAX FOR FUN hat eines von weltweit drei Kontrabass-Saxofonen erworben.
... berichtet WZ-online am 27. November 2010


    Foto: Uwe Schinkel

Musizieren für den Mittagstisch
Der Förderverein des Lions Clubs Ennepe-Ruhr lud das Orchester mit dem dazugehörigen Kinderorchester „Concertino” (Leitung: Melanie Anker) zur Freude des Publikums in die Aula West ein, um einem Benefizkonzert zu lauschen, das behinderten Menschen, verschiedenen Mittagstischen und der „Schul- und Lernhilfe für Kinder” zugute kommen soll.
Deutschlands größtes Saxophonorchester ...
... berichtet die Westfälische Rundschau am 24. Januar 2010


    Foto: Westfälische Rundschau

 

(Texte teilweise gekürzt !)

Eine Motivationstrainerin für junge Musiker

Westdeutsche Zeitung, 28.10.2009
Von Valeska von Dolega

Jazz-Fan Melanie Anker liebt die Zusammenarbeit mit Kindern. Sie leitet das jüngste Sax-for-Fun-Ensemble.

Wuppertal. Das Spiel mit der Erfüllung oder Enttäuschung von Erwartungen, an dem der Mensch offenbar großes Vergnügen hat, beherrscht sie in besonderer Weise. Denn wenn Melanie Anker unterrichtet, hat sie es mit jungen Schülern zu tun. Die wissen auch, dass es ohne Fleiß keinen Preis gibt. "Spätestens, wenn jemand bei den Proben durchhängt, weiß er: ,Ich muss wohl zu Hause mehr üben’", bringt die gebürtige Velberterin, die seit Schulzeiten in Wuppertal lebt, das Thema "motiviertes Lernen" auf den Punkt. In der Arbeit mit Kindern kennt sie sich bestens aus. Sie ist Lehrkraft an der Musik- und Kunstschule ihrer Geburtsstadt und dem Wuppertaler Nachwuchs bestens bekannt als Leiterin der Sax-for-Fun-Formation Concertino. In den 90er Jahren lernte sie Sax-for-Fun-Gründer Thomas Voigt rund um Pina-Bausch-Aufführungen kennen: "Daraufhin bin ich in das bereits bestehende Saxophon-Quartett eingestiegen."

Nicht nur eine "enge Freundschaft" zu Voigt ("wir haben ein blindes Verständnis füreinander") besteht seitdem, bald darauf übernahm die Musikerin auch das Kinderorchester. Damals waren es sieben Kinder, überwiegend Jungs ("das Saxophon ist ein männliches Instrument"), heute sind es 22, "bestens gemischt und im Alter zwischen sieben und 16Jahren". Noch immer mit von der Partie ist Kevin. "Als Siebenjähriger startete er bei mir, jetzt ist er 16 und spielt im großen Orchester", erzählt Anker, die selbst als Achtjährige mit der Melodica begann: "Mein Vater brachte mir die Noten bei."

Im darauffolgenden Jahr wechselte sie zur Klarinette, später kamen Saxophon und Klavier dazu. "Mein Vater spielte in einer Blaskapelle", sagt sie. "Da bin ich praktisch mit groß geworden." Nebenbei lernte sie dort ihren späteren Mann Erik kennen.

Musik ist ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens, und aus dem fröhlichen Spiel als junges Mädchen wurde rasch eine professionelle Laufbahn. In Wuppertal studierte sie an der Musikhochschule bei keinem Geringeren als Wolfgang Schmidtke. "Als ich zu ihm kam, war ich Klassikerin. Bei ihm lernte ich, im Jazz zu laufen", erinnert sie sich an die Studienjahre. "Außerdem habe ich gelernt, wie wichtig es ist, am Klavier im Unterricht zu lenken und zu leiten."

Die Zusammenarbeit mit Kindern liebt sie. Privat ist Jazzer Jan Garbarek ein Vorbild oder Idol für sie, und die Bandbreite musikalischen Interesses reicht auch bis zum Besuch eines Farin-Urlaub-Konzerts. Selbst jenseits der Musik beschäftigt sie sich "gerne mit Dingen für Kinder. ,Ice AgeIII’ war der letzte Film, den ich wirklich toll fand." Das Tolle am Nachwuchs sei, dass der "so enthusiastisch" ist. "Kinder nehmen sich etwas vor und machen es auch. Eigentlich muss ich eher bremsen als anspornen." Das ist dann das berühmte Spiel mit der Erfüllung und Enttäuschung von Erwartungen. Und wie schön das klingen kann, wird gleich bei zwei Konzerten zu hören sein.


SAX FOR FUN spielt - und 300 Schüler machen mit

Westdeutsche Zeitung vom 02.06.2008
Zum 15-jährigen Bestehen hat das Saxophon-Orchester ein denkwürdiges Mammutkonzert mit Wuppertaler Nachwuchs-Musikern auf die Beine gestellt. Das Konzert begann mit "Adiemus", dem wohl bekanntesten Stück von Karl Jenkins, von dem die meisten Werke des Abends stammten. Der Chor überzeugte mit einem großen Klang auch in der Mehrstimmigkeit und sorgte zusammen mit dem großen Orchester für einen bombastischen, aber ausgewogenen Sound. Diesen Mut und diese Intensität erreichte das Ensemble später wieder bei "In Caelum Fero". Nach einem tiefen, fast bedrohlichen Beginn des Orchesters hellte sich die Stimmung mit dem Choreinsatz auf und der Klang wurde bombastisch – auch ein Verdienst der acht Schlagzeuger. Es schien, als würden sich nun endlich alle trauen, befreit und laut zu singen. Dazwischen traten das Kinderorchester "Concertino" und der Chor der Grundschulen auf. Hier wurde gleich beim ersten Ton deutlich, dass alle Grundschüler gut vorbereitet und höchst motiviert waren: Sie sangen fast lauter als die Großen. Thomas Voigt hat viel Unterstützung für dieses Projekt erhalten, unter anderem auch Instrumentenspenden. Vier Saxophone wurden im Konzert an die ahnungslosen Sänger verlost. Sie konnten ihr Glück kaum fassen, als Bürgermeisterin Ursula Schulz und Kulturbüroleiterin Monika Heigermoser die Nummern von Lukas, Celine, Farina und Laura zogen und diese ein Instrument mit nach Hause nehmen durften. Am Schluss präsentierten alle Beteiligten zusammen "Music" von John Miles und "We are the champions" als Zugabe: Laut und beeindruckend wurden die Zuhörer des ausverkauften großen Saales zur Geburtstgsparty am "Wupperbeach" entlassen.

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Saxophone spielen Barock

Westdeutsche Zeitung vom 8.12.2007
Von Susanne Nögel

Die vier Formationen von SAX FOR FUN gestalteten ein anspruchsvolles Konzertprogramm. Ein Orchester ganz aus Holzbläsern: Die Musiker von SAX FOR FUN in der Immanuelskirche Wuppertal. Das Konzert beginnt, ein Handy klingelt – und zwar das des Dirigenten. Selbstironisch eröffnete Thomas Voigt einen langen, aber kurzweiligen Konzertabend in der Immanuelskirche. SAX FOR FUN lud zum diesjährigen Weihnachtskonzert mit einem Barockprogramm und nutzte dabei den Raum mit seinen drei Bühnen und passender Lichtregie gut aus.
Imposant eröffnete das große Orchester mit Georg Friedrich Händels erster Suite der "Wassermusik", die mit der zweiten Suite den Rahmen für das Konzert bildete. Vor allem in den lauteren Teilen beeindruckte ein großer homophoner Orchesterklang, wenn auch nicht alle Passagen vor allem in den Mittelstimmen gut durchhörbar waren. Hier macht sich vor allem ein neues Instrument neben Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon bemerkbar: das neugekaufte Bass-Saxophon kam zum ersten Mal im Orchester zum Einsatz und bereicherte den Klang erheblich. Eine Auswahl des großen Orchesters findet sich im Konzertorchester wieder. In dieser kleineren Besetzung waren vor allem die dünner und leiser gesetzten Passagen hörenswert wie im Adagio von Johann Sebastian Bachs erstem "Brandenburgischen Konzert". Zur gelungenen Nachwuchsförderung trägt das Kinderorchester "Concertino" unter der Leitung von Melanie Anker bei. Schon die fünf bis 14-Jährigen bewiesen in Jean Joseph Mourets "Fanfare Royal" musikalischen Ausdruck.
Den Höhepunkt des Abends bildete jedoch das Quartett "Quno" mit Johann Sebastian Bachs Fuga BWV 578. Mit barocker Leichtigkeit, solider Intonation und schönem Ton wurde Bach hier mit völlig neuen Klangfarben einmal anders und durchaus passend präsentiert. Bewundernswert vor allem, da alle Werke des Abends in ursprünglichen Tonarten gespielt wurden, um eine größtmögliche Nähe zu den Originalen zu gewährleisten. Das Publikum der gut besuchten Kirche bedankte sich für den großen Einsatz der Mitwirkenden mit stehenden Ovationen und Bravo-Rufen.

SAX FOR FUN: Der Spaß kommt nicht zu kurz

Westdeutsche Zeitung, 15.06.2007
Von Veronika Pantel

Das Wuppertaler Saxofon-Orchester ist der beste Beweis: Musik kennt keine Altersgrenzen. Die 70 Laien haben große Pläne. Ein langer Atem führt zum Erfolg: Seit rund 15 Jahren sorgt das Ensemble SAX FOR FUN für den guten Ton im Tal.

Wuppertal. SAX FOR FUN – in erster Linie macht ihnen das Saxofonspielen Spaß. Seit rund 15 Jahren finden 70 Laienmusiker, vom Grundschulkind bis zu Mitgliedern im reifen Alter, Freude am gemeinsamen Spiel im Wuppertaler Saxofon-Orchester. Das macht deutlich, wie vielseitig und modern das beliebte Instrument mit der großen stilistischen Bandbreite nach wie vor ist. Karriere ist möglich: Aufstieg von der Kindergruppe ins "Große Orchester".
Cornelia Leizbach ist seit 14 Jahren dabei, sozusagen ein Gründungsmitglied. Heute spielt sie im Konzertorchester, das sich an anspruchsvolle Originalliteratur und gediegene Arrangements wagt. "Wenn ich bedenke, dass ich vorher kein Instrument spielte und keine Noten kannte, bin ich schon ein wenig stolz", gesteht die 62-Jährige. Im zarten Alter von zehn Jahren begann Christian Hansens Leidenschaft für das Saxofon. Doch irgendwann hatte er keine Lust mehr auf das Spiel des Sopran-Instruments. "Heute bin ich froh, dass ich die Baritonstimme auf dem Leihinstrument blasen kann. Das gibt mir eine völlig neue Motivation", berichtet der 20-jährige Zivildienstleistende. Erst seit dreieinhalb Jahren spielt Heiner Flötotto sein Instrument. In einem "Sabbatjahr" kam dem 53-jährigen Lehrer die Idee: "Ich wollte ein neues Instrument erlernen. Doch während der ersten Proben kam ich total ins Schwimmen." Dass er nun seit eineinhalb Jahren in der Konzert-Formation der Fortgeschrittenen spielt, spricht für Motivation und Übungsfleiß. Aus Solingen reist David Niehr zur wöchentlichen Probe ins Gemeindezentrum am Wichelhausberg in Barmen. Seit fünf Jahren ist der 17-Jährige dabei. Aus dem Kinderorchester Concertino, 2001 gegründet, ist er inzwischen "aufgestiegen".
"Wer aus der Kindergruppe oder dem 'Großen Orchester' wechselt? Das ist ein demokratischer Entscheid", erläutert Leiter Thomas Voigt, "es muss fachlich und menschlich passen." Derzeit probt das Orchester für das Jahreskonzert am 16. Juni. "Big Band und Swing" stehen dann auf dem Programm. Die Noten zu „Unfinished Business“, einem Swing-Titel nach Musik von Franz Schubert im Arrangement von Lennie Niehaus, zieren die Pulte. Obwohl heute die Sopranstimme fehlt, ist Voigt zufrieden. Kniffelige Stellen lässt er wiederholen, schnipst mit dem Finger die kurzen Pausen, denn das korrekte Zählen ist das A und O beim Swing. "Dubidubabb", singt er vor, und jetzt klingt es viel relaxter, kommen die Dynamik-Glissandi schön schleifend, sitzen die zackigen Schlüsse auch bei hohem Tempo.
Für ihr 15-jähriges Bestehen im kommenden Jahr haben sich die Saxofoniker etwas Besonderes ausgedacht. "SSA FOR FUN Meets Schools" heißt das Projekt, und etliche Gymnasien und Grundschulen haben ihre Teilnahme zugesagt. So werden Chorgesang und Orchesterklang kombiniert. "Beim Konzert Ende Mai kommenden Jahres werden 300 Schüler eines "Wuppertaler Schulchors", 50 Saxofonisten, Schlagzeuger, Pianisten und Bassisten auf der Bühne im Großen Saal der Stadthalle stehen und Filmmelodien und populäre Hits gemeinsam intonieren", freut sich Voigt schon jetzt. Er weiß auch, dass sich bis dahin noch viele Schweißperlen rinnen werden: "Aber der Spaß wird auf jeden Fall nicht zu kurz kommen."


Das beste Instrument der Welt

der westen.de, 02.05.2007
Von Sascha Döring

Fabian Heis und Mark Twardzik sind Saxophonisten aus Leidenschaft. Und beide spielen bei SAX FOR FUN, im größten Saxophonorchester Deutschlands

"Es ist einfach das beste Instrument der Welt." Das sagt Mark Twardzik über das Saxophon. Sechs Jahre spielt der 16-jährige nun schon sein Instrument "und was anderes ist auch nicht geplant". Ähnlich sieht es bei Fabian Heis (22) aus. Auch er ist leidenschaftlicher Saxophonist. Und das seit nunmehr elf Jahren. Gemeinsam spielen die beiden Heiligenhauser in Deutschlands größtem Saxophonorchester, dem SAX FOR FUN in Wuppertal. "Meine Musikschullehrerin hat mich in das Orchester gebracht", erzählt Fabian. Für ein Konzert habe das eine Aushilfe gesucht und seine Lehrerin habe ihn zur Probe geschickt. "Danach habe ich gefragt, ob ich nicht bleiben darf." Das war vor zwei Jahren und Fabian Heis bereut seine Entscheidung bis heute nicht.

Vor zwei Monaten dann nahm er Mark Twardzik mit zur Probe. "Über Fabian hatte ich erfahren, dass es so ein Orchester gibt. Ich wollte da unbedingt mal hin und er hat mich zum Glück mitgenommen", berichtet der Schüler. Was er dann erlebte habe ihm so gut gefallen, dass er geblieben ist. Und seine Feuertaufe hat er auch schon bestanden. Nach gerade einmal drei Wochen musste Mark Twardzik nämlich zum ersten Mal mit auf die Bühne. "Es ist schon etwas Besonderes, mit so vielen Musikern aufzutreten. Das Gefühl ist unbeschreiblich und es macht riesig Spaß."

Auch sei die Gemeinschaft innerhalb des Orchesters hervorragend. Ohne Probleme sei er aufgenommen worden. "Ein Grund sind sicherlich die Probewochenenden. Die stärken die Gemeinschaft ungemein", bestätigt auch Fabian Heis. Ansonsten werde einmal die Woche geprobt. Dazu kämen "Registerproben" beim Dirigenten. "Da treffen sich dann die einzelnen Stimmen und spielen ihre Parts ein. So kann unser Dirigent uns gezielter verbessern", erklärt Heis.

Zur Zeit spielt SAX FOR FUN sein neues Programm ein. In diesem Jahr steht das ganz im Zeichen von Big Band und Swing. "Es ist schön, dass wir so unterschiedliche Sachen machen. Im letzten Jahr zum Beispiel haben wir Musicalmelodien gespielt und Ende des Jahres geben wir immer ein Weihnachtskonzert", freut sich Fabian Heis. Für den Studenten im Wartestand ist die Musik allerdings mehr als ein Hobby. Neben den Proben und Auftritten bereitet er sich auf die Aufnahmeprüfung im Fach Musik vor. Lehrer möchte er mal werden. Und dafür muss er noch ein zweites Instrument spielen können. "Und deswegen lerne ich jetzt eben noch Gitarre."

So weit ist es bei Mark noch nicht. Er muss noch ein paar Jahre die Schulbank drücken. Neben Schule und Orchester bleibt da aber immer noch genug Zeit für sein anderes Hobby: "Ich mache zur Zeit noch eine Segelflugausbildung. Und zum Glück passt das alles, so dass ich nirgendwo Abstriche machen muss.""Das Gefühl ist unbeschreiblich und es macht riesig Spaß"

 

Thomas Voigt: Saxophonist aus purer Leidenschaft

Westdeutsche Zeitung, 01.12.2006
Von Valeska von Dolega

Musiker und Dirigent Thomas Voigt erfand mit SAX FOR FUN das einzige Orchester deutschlandweit, dass ausschließlich aus Saxophonspielern besteht. Für viele ist allein die Vorfreude auf die "Saxophonische Weihnacht" eine tolle Sache. Denn die Formation SAX FOR FUN spielt nicht zu oft Konzerte dieses Formats und die Auftritte in der Immanuelskirche sind ohnehin ein Glanzlicht. Der Mann hinter SAX FOR FUN ist Thomas Voigt. Sein Konzept ist ebenso simpel wie attraktiv: enthusiastische Saxophonspieler aller Altersstufen bilden Orchester. Neben dem großem Orchester das Konzertorchester, die Kinderformation "Concertino" und die Saxophonquartette Quno und Oktopus. „Es sind die einzigen Orchester ihrer Art, die nur und ausschließlich aus Saxophonisten bestehen“, erklärt der Erfinder und Gründer. „Die Leute im Orchester sollen Spaß haben. Deshalb heißt es ja SAX FOR FUN. "Die Idee dazu kam vor 14 Jahren. Wie immer gab's ein Weihnachtsfest mit all meinen Schülern", erinnert sich der gebürtige Barmer. Und als gemeinsam musiziert wurde, war klar: "Das wollen wir regelmäßig machen".

Musik ist Thomas Voigts Leben. Über Wolfgang Schmidtke kam er zum Tenorsaxophon, spielte später zusammen mit Fred Patzelt, Kammermusiker des Wuppertaler Sinfonieorchesters. Entspannung vom Musizieren, Unterrichten, Workshops leiten, Arrangieren und Dirigieren findet der Pünktlichkeitsfanatiker ("Verplemperte Zeit ist mir ein Greul") in seinem Garten oder beim Schmökern. "Ich lese für mein Leben gern." Doch noch lieber als über Lieblingslektüre erzählt er von der lebenslänglichen Liebe zur Musik - die er seinen Schülern jenseits richtiger Töne, Rhythmus und Artikulation vermitteln möchte. "Musik machen und Schülern beibringen, wie sie Gefühle mit ihrem Instrument ausdrücken können – das ist für mich im Unterricht wichtig." Diese Einstellung nimmt bei Konzerten immer neu für SAX FOR FUN ein, diese gelassene, vom intellektuellen Vergnügen am Experiment geprägte Stimmung. So könnte das Adventskonzert ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk werden.

 

Dinant November 2006

Gemeinsam spielen im ganz großen Kreis mit vielen anderen wollte man am 11.11.06 in Dinant. Dort findet zu Ehren des Erfinders des Saxophons alle vier Jahre eine große Veranstaltung mit Saxophonisten aus aller Welt statt. 

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Diamantenfieber bei Sonnenschein – SAX FOR FUN: Konzert der Saxofon-Ensembles

Westdeutsche Zeitung, 06.06.2006

Alljährlich geben SAX FOR FUN ein Konzert – traditionell in der Immanuelskirche. Es war ein fabelhafter Musikabend. "Musical" hieß das übergeordnete Thema, zu dem die verschiedenen Formationen spielten. Ebenso gut hätte es "Meilensteine" heißen können, denn was "Concertinos", Jugend-, Hobby- und Konzertorchester nebst zwei Quartetten zu Gehör brachten, waren dank ihrer Geläufigkeit und kompositorischen Eingängigkeit alles Klassiker des Genres.

Das Quartett Quno stellte ebenso brilliant wie hintergründig Evergreens wie "Cabaret" dar, beschwörte mit der unverwüstlichen Hippie-Hymne "Let the sun shine" den Sonnenschein und rührte mit "Don’t cry for me Argentina". Wie bei SAX-FOR-FUN-Auftritten üblich, waren in der ehrwürdigen Kirche alle Plätze belegt. Die Klassifizierung in tolle oder bloß gute Plätze gab es nicht, denn Leiter Thomas Voigt ließ sämtliche Bühnen bespielen. Als die jüngsten in der Formation "Concertino" zu der lebenssprühenden Musikerzählung "Starlight Express" ansetzten, reckten nicht nur die Zuhörer hoch oben auf der Empore die Hälse, auch unten verrenkten sich die Zuschauer, um keinen Schwung der vier Mädchen zu verpassen, die als Rollschuhläuferinnen Original-Atmosphäre zauberten. Die Tempoeinlage war exemplarisch für den kompletten Abend, der wie im Flug verging und an dem Jugend- vom Hobbyorchester zum letzten Mal getrennt musizierte. Beide Sparten fusionieren miteinander. Wie gut das klingt, zeigte sich schon jetzt – bei Ausschnitten aus "Phantom der Oper" und "My Fair Lady".

 

Westdeutsche Zeitung, 29.11.05

Musik von SAX FOR FUN: Stimmungsvolles Weihnachtskonzert in der Immanuelskirche

"Sie übertreffen unsere Erwartungen", begrüßte Thomas Voigt die Gäste in der Immanuelskirche. Morgens um 9 Uhr hatte er für die verschiedenen SAX FOR FUN-Formationen letzte Generalproben ausgesetzt, und "es dauerte Stunden, bis das Orchester komplett war. Aber wir sind alle da", scherzte der Gründer und künstlerische Leiter in Richtung Zuhörer. "Jetzt sieht es so aus, als würden bei Ihnen ein paar fehlen." Tatsächlich blieben einige Plätze - dem Schneefall mit unpassierbaren Straßen geschuldet - leer.

Diejenigen, die den widrigen Wetterbedingungen zum Trotz zum Weihnachtskonzert am ersten Advent kamen, wurden mit wunderbaren Klängen aus der kosmischen-weiten Tonwelt belohnt. Den Auftakt machte das so genannte Hobbyorchester mit der "Hirtenmesse", von Voigt selbst dirigiert. Dies war insofern bemerkenswert, als der Musiklehrer und Arrangeur sich bei einem Sturz Knöchel, Handgelenk und Fuß angeknackst hatte und er nur unter Schmerzen arbeiten konnte. Um später die "Brandenburgischen Konzerte" dirigieren zu können, musste er sich sogar setzen. Mit Kyrie, Gloria, Credo, Benedictus und Agnus Dei wurden die Zuhören auf verschiedenen Klangebenen weihnachtlich eingestimmt. Die Saxophonisten durften sich bei den fünf Stücken ergänzen und diese romantischen und abstrakten kirchlichen Arrangements klanglich spannend ausbalancieren. Diesen Faden nahm das Kinderorchester "Concertino", das jüngste Ensemble von SAX FOR FUN, auf. Die jungen Musiker spielten - leger in blaue Shirts gewandet - äußerst konzentriert "Kommet ihr Hirten" und die "Petersburger Schlittenfahrt" und verzogen auch beim Applaus keine Miene. Ob Piotr Tschaikowskys "Andante Cantabile" vom Saxophonquartett oder die "Simple Symphonies" (Benjam Britten), dargeboten vom Jugendorchester: Die Immanuelskirche ist nicht nur optisch ein Glücksfall, sondern akustisch scheinbar ohne Raumgrenzen. Denn egal, auf welcher der Kirchenbühnen gespielt wurde, die Klangergebnisse waren raumfüllend. Spielerische Gipfel wurden nach der Pause mit dem 1., 2. und 3. Satz der  "Brandenburgischen Konzerte" von Johann Sebastian Bach erreicht - die Begeisterung war so groß, dass sogar zwischen den Sätzen heftigst applaudiert wurde. Als zum Finale Jugend-, Hobbyorchester und Concertino "Stille Nacht" anstimmten, klinkten sich die Zuhörer ein. Ein vielstimmiger Gesang beendete den Abend, bei dem alle Gruppen mit ihrem individuellen Können ihre Zuhörer begeisterten.

 

Westdeutsche Zeitung, 19.07.2004

Solisten mit Familienanschluss – SAX FOR FUN: Jahreskonzert des Saxophonorchesters in der Immanuelskirche

Das Saxophon gilt als Individualist – unter den Orchesterinstrumenten tut es sich meist als eigenwilliger Solist hervor. Dass die große Familie der Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophone aber durchaus Teamgeist besitzt, zeigte sich wieder einmal beim SAX FOR FUN – Jahreskonzert in der Immanuelskirche. Gegründet wurde das in unterschiedlichen Formationen auftretende Wuppertaler Saxophonorchester 1993 von seinem musikalischen Leiter Thomas Voigt. Mit Giuseppe Verdis "Triumpfmarsch" aus "Aida" gelang dem Jugend- und Hobbyorchester ein klanggewaltiger Auftakt. Auch in den folgenden zwei Stunden stand das stimmungsvolle Programm ganz im Zeichen des italienischen Belcanto. Konzentriert und hingebungsvoll spielte das Kinderorchester "Concertino" unter Melanie Anker kindgerechte Kompositionen von Paganini, Clementi und Ponchielli. Äußerst temperamentvoll präsentierte das Jugendorchester das berühmte Trinklied aus "La Traviata". Atmosphärisch dicht und farbenreich musizierte das Hobbyorchester italienische Evergreens wie "Arrivederci, Roma" und "Come back to Sorrento". Dass jeder der über 50 Musiker mit einem Solopart betraut wurde, ließ den Adrenalinspiegel im Orchester steigen. … Begeisterten Applaus gab es für Demerssemans "Karneval von Venedig", der von der jungen Solistin Annika Jung glänzend interpretiert wurde. Höhepunkt des Abends war der Auftritt des Konzertorchesters, das mit einem satten, von rauchig bis samtig reichenden Sound für sich einnahm. Hobby- und Jugendorchester servierten – sichtlich angespornt vom hohen musikalischen Niveau nach der Pause – als Zugabe des mit viel Beifall bedachten Konzertes Puccinis berühmte Tenorarie "E lucevan le stelle".

 

Westdeutsche Zeitung, 09.12.2003

Spaß mit weißen Flocken – Immanuelskirche: Orchester SAX FOR FUN sorgte für Adventsstimmung 

Auch im zehnten Jahr seines Bestehens gab es vom Wuppertaler Orchester SAX FOR FUN die "Saxofonische Weihnacht" in der gut besuchten Immanuelskirche. Wohltuend, dass Jugend-, Hobby- und Konzertorchester (Leitung Thomas Voigt) nicht krampfhaft nur weihnachtliche Stücke im Programm hatten, sondern Kostproben von der breiten Palette ihres Repertoires gaben. Das Jugendorchester überzeugte mit dynamischen Kontrasten, im Forte an vollen Orgelklang erinnernd, und Sicherheit im polyfonen Spiel beim Renaissance-Werk ebenso wie in den schwungvollen Tänzen "Gavotte" und "Musette" von Edvard Grieg. Zusammen mit dem Hobbyorchester intonierte es das jubelnde "Movement I" aus Nepomuk Hummels "Oktett" und im weichen, homogenen Klangbild "Bald nun ist Weihnachtszeit". Das Konzertorchester glänzte mit Claude Debussys G-Dur-Arabeske. … Immer wieder bilden sich aus den Orchestern Ensembles. Auch diesmal traten zwei Quartette auf, die hohe Ansprüche an die Literaturauswahl stellten. "A Study in Contrasts" von Sammy Nestico wurde in einheitlicher Klanglichkeit bei sicherer Stimmenbeherrschung gespielt, „God rest ye Merry Gentlemen“ (Lennie Niehaus) im jazzigen Sound sehr überzeugend geblasen. Auch solistisch traten erneut junge Bläser hervor. Diesmal begeisterte Cathrin van Emmerich mit dem ersten Satz aus Bachs G-moll-Flötensonate (BWV 1020) im Arrangement von Thomas Voigt. Besonderes Lob gebührt den Jüngsten: Die Kindergruppe "Concertino" unter Melanie Anker zeigte im Medley "Weiße Flocken" wie sicher sie schon ihre Instrumente beherrscht und wie viel Spaß das Saxofonspiel machen kann.

 

Westdeutsche Zeitung, 01.07.2003

Begeisterung für Saxofonklänge

Zum zehnjährigen Bestehen gab das Orchester SAX FOR FUN unter der Leitung von Thomas Voigt ein umjubeltes Konzert in der ausverkauften Immanuelskirche – Seit zehn Jahren besteht das Wuppertaler Saxofonorchester – Grund zur Freude und Anlass, die Highlights der Jahre im Konzert in der Immanuelskirche vorzustellen.

An die 40 Mitglieder zählt das Orchester und auch Nachwuchssorgen scheint es nicht zu geben. Schon die Jüngsten, teils noch im Grundschulalter, stellten sich im Kinderorchester "Concertino" (Leitung: Melanie Anker) mit mehrstimmigen Stücken vor, bliesen sauber und beachteten ihre Einsätze genau. Darüber hinaus spielten sie in Anton Ketelbeys "Auf einem persischen Markt" Bettler, Gaukler, Kalif und Prinzessin und bereicherten so das Orchesterspiel durch szenische Ausdeutung. SAX FOR FUN hatte anspruchsvolle Literatur im Programm: Die Phedre-Ouverture von Massenet (Arrangement: Clair W. Johnson) und Szenen aus Mussorgskijs "Bilder einer Ausstellung" (Arrangement: William Schmidt). Weiche dynamische Übergänge kennzeichneten das engagierte Spiel, weitgehend sicher agierten die Stimmgruppen. … "Das Alte Schloß" erweckte Melanie Ankers solistisches Spiel mit rumdem Ton und feinem Vibrato zum Leben. Den zweiten Programmteil dominierten Film- und Musicalmelodien sowie Jazz-, Schlager- und Gospel-Standards in Bearbeitungen für Saxofonorchester. Thomas Voigt verlangte seinen Spielern einiges ab, setzte auf satte Fundamente durch Tenor- und Baritonsaxofone, denen oft auch die Rhythmuslinie, vom Schlagwerk unterstützt, oblag. Die Titelmusik aus dem "Phantom der Oper" und das pulsierende, unterschiedliche Rhythmen verfolgende "In caelum fero" von Karl Jenkins (Arrangements Thomas Voigt) waren anspruchsvolle, von den Saxofonisten mit Begeisterung umgesetzte, mitreißende Werke. Stehend applaudierten die Saxophonfans in der voll besetzten Immanuelskirche und ohne Zugaben war das zweistündige Konzert nicht zu beschließen. Voigt selbst blies ein traumhaft schönes Solo mit kreativen Improvisationen zu Gershwins "Summertime". Man wünschte sich mehr davon im Wuppertaler Konzertleben zu hören.

 

Westdeutsche Zeitung, 28.06.2002

Von der Dietrich bis zu "Big Spender" - Umjubeltes Jahreskonzert von SAX FOR FUN - Einmal jährlich stellen sich die unterschiedlichen Formationen des Wuppertaler Saxophonorchesters SAX FOR FUN in der Öffentlichkeit vor. Diesmal hatte sein Leiter Thomas Voigt in die Immanuelskirche geladen und war auf große Publikumsresonanz gestoßen. Schon die Jüngsten, meist noch im Grundschulalter, spielten im Kinderorchester "Concertino" (Leitung: Melanie Anker) engagiert mit, übten sich im Quodlibet in Sachen Mehrstimmigkeit und spielten schon wie professionelle Jung-Jazzer zu den Soli bei "O Susanna" wechselnd im Stehen. Im "Hobbyorchester" spielen überwiegend erwachsene Saxophon-Anfänger "just for fun" - aber mit großer Motivation, auch wenn die Zeit der Berufstätigen keine intensiven Übungsphasen zulässt. Trotzdem gelang das als Salonmusik präsentierte "Marlene-Dietrich-Medley" mit recht sicherer Beherrschung der Instrumente in den einzelnen Stimmen. Das "Jugendorchester" wagte sich an rhythmisch anspruchsvolle Beiträge, etwa aus "Phantom der Oper" oder ein schwieriges Arrangement von "House of the rising sun". Ganz zu Hause fühlte sich das Ensemble beim Traditional "Clementine" im fetzigen Boogie-Stil, das mit typischem Big-Band-Sound und entsprechenden Allüren überzeugend dargeboten wurde. Die zwölf Saxophonisten im "Konzertorchester" beherrschten ihre Instrumente sicher, konnten dynamische Anweisungen ihres Dirigenten professionell umsetzen. Mit Solo-Quartett-Einlagen spielten die Fortgeschrittenen ein interessant arrangiertes, swingendes "Fly me to the moon" und das fetzige "Chicago" mit ansprechenden Soli in den einzelnen Stimmen. Die Sätze des "Beatles-Medley" verlangten schon einiges Können. Alle Ensembles, deren jeweiliges Leistungsvermögen Leiter Thomas Voigt bestens einschätzen konnte, vereinigten sich zum mitreißenden und klanggewaltigen Finale mit wummernden Baritonsaxophonen, beispielsweise im "Big Spender". Auch nach zwei Zugaben wollte das überzeugte Publikum das Saxophonorchester nur ungern gehen lassen.


Westdeutsche Zeitung, 28.06.2000

[...] Eine besondere konzertante Version von Kurt Weills und Bert Brechts "Dreigroschenoper" bot das Wuppertaler Saxophonorchester SAX FOR FUN von Thomas Voigt in der Immanuelskirche. Dabei übernahm Vor- und Hauptorchester von SAX FOR FUN den Part des Orchesters, während die Gesangspassagen von Instrumentalsolisten bestritten wurden. Das Orchester hob deutlich den oft satirisch übertriebenen Charakter der Weillschen Kompositionen hervor. Durch den wuchtigen Bläserklang belebten sich die sehr an Programmmusik angelehnten Sätze. Dennoch waren immer wieder Elemente zu erkennen, die die Oper als "billige" Parodie entlarvten. Zum Abschluss musizierten die Orchester (Anm.: SAX FOR FUN und Landesblasorchester NRW) gemeinsam: In Ira P. Schwarz’ melancholischer "Sax Serenade" mit fulminantem Ende schien der geballte Bläserklang die Kirche zum Vibrieren zu bringen.

 

Wuppertal Magazin, Mai 2000

[...] Der Sound jedenfalls ist ungewöhnlich, wenn 45 Musikerinnen und Musiker voller Engagement und mitreißender Spielfreude nicht nur Jazz und Swing, Musical und Filmmelodien sondern gleichermaßen Werke von Bach, Händel, Grieg oder Mussorgsky auf dem Saxophon spielen. Derzeit erarbeitet das Orchester Kurt Weills Musik zu Brechts "Dreigroschenoper", die beim traditionellen Jahreskonzert am 18. Juni in der Immanuelskirche in einem Arrangement für Saxophon von Thomas Voigt erstmals aufgeführt wird. Das Wuppertaler Saxophonorchester ist in dieser Form einzigartig in Deutschland. Das Lernen an diesem Instrument, verbunden mit der Chance, schon früh in einem Orchester zu spielen, aber ist einmalig. Je nach Neigung und Erfahrung haben die Musiker verschiedene Möglichkeiten, zu konzertieren. Für Anfänger wurde 1997 ein Vororchester gegründet, in dem etwa 20 junge Leute ab 8 Jahren, aber auch Erwachsene spielen.

 

Westdeutsche Zeitung, 10.12.1999

[...] Dabei wurde der hohe Grad der Motivation von Seiten des Leiters Thomas Voigt sicht- und hörbar: Nie teilte sich die große Schar der Spieler in so viele Teilorchester und Ensembles von beachtlicher Qualität. Bombastischen Klang erzeugen Vor- und Hauptorchester in ihren zusammen einstudierten Werken. Den idealen Raumklang erzeugten die Spieler beim "Quem pastores laudavere" (Quempas), indem sie in Gruppen von der Bühne und den beiden Emporen aus musizierten. Sinfonische Größe und wegen der Einheitsbesetzung erfreuliche Transparenz zeichneten die Darbietungen des Hauptorchesters aus. Auch die beiden Quartette aus den Reihen der Orchestermusiker boten musikalische Leckerbissen. Interessante Akkordik führte in sehr saubere Intonation bei Maurice Ravels "Pavane pour me Infante Défunte" zum typisch verklärten Klang.

 

Crescendo, September 1999

Das Vororchester des Wuppertaler Saxophonorchesters SAX FOR FUN unternahm unter der Leitung seines künstlerischen Leiters Thomas Voigt eine dreitägige Konzertreise nach Borkum. In dem Konzert boten die jungen Musiker des Vororchesters mit einer Vielzahl von unterschiedlichsten Musikrichtungen ein äußerst facettenreiches und unterhaltsames Programm. Der Funke der Begeisterung ging nach und nach auf das Publikum über, welches durch witzige und informative Moderation des Dirigenten aktiv in den Konzertablauf eingebunden wurde.

 

Ronsdorfer Blatt, 20.12.1998

Einen völlig anderen Ansatz zum Musizieren hat das Wuppertaler Saxophonorchester SAX FOR FUN gefunden. Ob Bariton, Tenor oder Sopran, alle Stimmen der Partituren werden von Saxophonen gespielt, ein Klang, an den man sich gewöhnen muss, der seine Zuhörer aber schnell gefangennimmt.  Musikalischer Leiter von SAX FOR FUN ist Thomas Voigt, der stellvertretende Leiter des Landesblasorchesters NRW ist und auch als Solist konzertiert. Ende November fand in der Immanuelskirche das Jahreskonzert der beiden Orchester statt. Das Programm des Vororchesters enthielt Stücke wie "Go down Moses", "Kinder vom Süderhof" und "Mahna Mahna", das Hauptorchester präsentierte unter anderem "Auf einem persischen Markt" von Anton Ketelby und "Bilder einer Ausstellung" von Modest Mussorksky. "Danach", so berichtete Gian Keller nach dem Konzert, "toste die Menge, als wenn das Konzert schon zu Ende gewesen wäre."

 

Clarino, Dezember 1998

Anfang November fand in der belgischen Stadt Dinant des 2. Concours International Adolphe Sax statt, einer der wichtigsten Wettbewerbe für Saxophonisten. Zusätzlich zu diesem alle vier Jahre wiederkehrenden Event gab es noch einen Versuch, in's Guiness-Buch der Rekorde zu kommen. Vor vier Jahren bildeten 1048 Musiker das bis dahin größte Saxophonorchester  der Welt. Diese Zahl sollte nun in Dinant übertroffen werden. Unter den Schildern Sopran, Alt 1 bis 3, Tenor, Bariton und Bass trafen sich am 7. November um 17.15 Uhr Saxophonisten aus 24 Nationen, die durch die Musik alle sprachlichen und kulturellen Barrieren brachen. Alle paar Meter hörte man verschiedenste Sprachen und Musikstile. Zum Abschluss verkündete Alain Crépin die Zahl der zusammengekommenen Saxophonisten: 1236 Musiker/innen hoben ihre Instrumente in die Höhe.

 

Westdeutsche Zeitung, 03.12.1998

Zum Jahreskonzert des Saxophonorchesters SAX FOR FUN Wuppertal unter der Leitung von Thomas Voigt war die Immanuelskirche fast ausverkauft. Das Vororchester setzt sich dabei vor allem aus Saxophon-Anfängern zusammen. Die brachten unter dem Dirigat von Thomas Voigt Dramatisches wie das Gospelstück "Go Down, Moses" und Fetziges wie den "New Band Rock" von Thorsten Reinau mit Spielbegeisterung und erstaunlicher Perfektion zu Gehör. Auf dem Programm des zweiten Teiles standen die "Bilder einer Ausstellung" von Modest Mussorgsky. Die Charakterstücke gelangen dem Orchester mit beeindruckender Intensität. Als Abschluss führten Haupt- und Vororchester das von der "Last Night of the Proms" bekannte "Pomp & Circumstances" von Edward Elgar auf, das an Klangfülle und emotionaler Verausgabung dem Abend einen beeindruckenden Gipfel verlieh.

  

Westdeutsche Zeitung, 11.10.1997

[…] Gerade das so genannte Vororchester, dessen Mitglieder größtenteils noch nicht aus den Kinderschuhen herausgewachsen sind und teilweise erst vor kurzem mit dem Erlernen der verschiedenen Saxophone begonnen haben, verbreitete mit seinen kleinen Stücken von Béla Bartók, Nino Rota und Traditionals, unbefangen und somit wie ungezwungen wirkend vorgetragen, eine sich bis zum Jubel steigernde Stimmung. Aber auch das Hauptorchester unter dem präzisen Dirigat seines Leiters Thomas Voigt überzeugte durch großes Engagement und hohe Motivation. SAX FOR FUN ist in Deutschland das bislang einzige Saxophonprojekt in dieser Form, mit dem Schüler schon von Kindesbeinen an die Möglichkeit gegeben wird, öffentlich in Erscheinung zu treten und somit früh Erfahrungen zu sammeln. Dieser lobenswerten, auf privater Initiative beruhenden Einrichtung kann eine große Zukunft gewünscht werden.

 

Westdeutsche Zeitung, 01.07.1996

[…]  Im Laufe des Abends wurde den Zuhörern ein lebendiger Einblick in die Vielfältigkeit der Saxophone gegeben, ein Schwerpunkt lag auf klassischer, bzw. konzertanter Musik. Gekonnt präsentierten die über dreißig Orchestermitglieder Stücke von Bach, Massenet, Gershwin und Grieg. Aber auch unbekanntere Komponisten wurden mit Blues- und Jazzstücken vorgestellt und so konnten die Zuhörer Saxophon in seiner ganzen Bandbreite erklingen hören. Besonders lobenswert waren auch die Darbietungen des von vier Frauen des Orchesters gegründeten SAX FOR FUN-Quartetts, welches Akzente auf Kammermusik gesetzt hatte und zur abwechlungsreichen Gestaltung des Konzertes beitrug. Besonders hervorzuheben: die ausgezeichneten Künste des Dirigenten Thomas Voigt, der auch als Baritonsaxophonist bei den Saxophonikern mitwirkte und erkennbar mit Leib und Seele sein Orchester leitete. Zum Abschluss wurde eine "Sax-Serenade" vom Orchester und den Saxophonikern zusammen gespielt. Die Begeisterung des Publikums über das gelungene Konzert war so groß, dass es die Musiker nicht ohne zahlreiche Zugaben gehen ließ.

 

Westdeutsche Zeitung, 20.06.1996

Ein weiteres Probenjahr hat gut getan, den eigenen Stil zu finden: Im dritten Jahr seit der Gründung präsentierte sich ein gereiftes Ensemble in glänzender Form: das "Erste Wuppertaler Saxophonorchester – SAX FOR FUN" stellte sich unter dem richtungsweisenden Dirigat seines Gründers und Leiters Thomas Voigt im gut besetzten Festsaal der Rudolf-Steiner-Schule vor. Nach der swingenden "Sax-Serenade" im Big-Band-Stil, die Orchester und Saxophoniker gemeinsam präsentierten, entließ man die hochmotivierten Musiker erst nach etlichen Zugaben.

 

Westdeutsche Zeitung, 25.06.1995

[…] Begeisterten Applaus spendeten die Zuhörer in der vollbesetzten Gemarker Kirche den Akteuren des jüngsten Konzerts der Reihe "kig - Kultur in Gemarke", und erst nach zwei Zugaben war man bereit, Orchester, Dirigent und Solisten zu entlassen. Die Rede ist vom zweiten Konzert des ersten Saxophonorchesters, das 1994 gegründet wurde und sich unter seinem rührigen Leiter Thomas Voigt zunehmender musikalischer Reife und ständigen Zuwachses erfreut. Insgesamt ein rundum gelungenes Programm, dessen vielfarbige Klangbilder intensiv nachwirkten.

 

Westdeutsche Zeitung, 2.12.1994

[…] Und Spaß hatten sie, die nahezu zwanzig Aktiven, die mit Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophonen auch verstanden, heitere Stimmung in der gut besetzten Gemarker Kirche zu verbreiten. Nach einjähriger Probenarbeit präsentierte sich ein rundum musikbegeistertes junges Orchester, das über eine große Palette musikalischer Stile verfügt. Eindrucksvoll das bekannte "Largo" und die heitere "Badinerie" von J.S. Bach, in denen die Saxophon-Stimmen vorzüglich Orgelklang imitieren konnten.

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